Glas auf Maß bringen
Die Glasscheibe wird zunächst in der benötigten Breite und Höhe vorbereitet.
SMART und DELUXE werden mit 10 mm Einscheibensicherheitsglas ausgeführt. Das Glas verbindet eine klare, nahezu rahmenlose Optik mit den Eigenschaften eines thermisch vorgespannten Sicherheitsglases.
Doch was unterscheidet ESG von normalem Glas? Warum werden Glasschiebewände damit ausgeführt und was sollten Sie bei Transport, Montage und Nutzung beachten?
ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Während der Herstellung wird die Glasscheibe kontrolliert erhitzt und anschließend gezielt abgekühlt.
Dadurch entstehen Spannungen innerhalb des Glases, die dem fertigen Produkt seine charakteristischen Eigenschaften geben.
Wird die Vorspannung einer ESG-Scheibe aufgehoben, zerfällt die Scheibe typischerweise in viele kleine Glasstücke statt in wenige große, lange Glasscherben.
Genau dieses Bruchverhalten ist ein wesentliches Merkmal von Einscheibensicherheitsglas. Mehr über ESG erfahren ↓Bei ESG handelt es sich um eine einzelne thermisch vorgespannte Glasscheibe. VSG besteht dagegen aus mehreren Glasschichten, die miteinander verbunden sind. Beide Glasarten besitzen unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzbereiche.
Einscheibensicherheitsglas entsteht nicht einfach durch eine größere Glasstärke. Entscheidend ist ein kontrollierter thermischer Vorspannprozess.
Vor diesem Prozess müssen Abmessungen, Kanten und erforderliche Bearbeitungen bereits feststehen.Die Glasscheibe wird zunächst in der benötigten Breite und Höhe vorbereitet.
Notwendige Bearbeitungen der Scheibe müssen vor dem thermischen Vorspannen durchgeführt werden.
Die vorbereitete Glasscheibe wird gleichmäßig auf eine hohe Temperatur gebracht.
Anschließend wird das Glas kontrolliert und schnell abgekühlt. Dadurch entsteht die charakteristische Vorspannung.
Nach Abschluss des Prozesses besitzt die Glasscheibe die für ESG typische innere Spannungsverteilung.
Während des thermischen Prozesses wird die gesamte Scheibe erhitzt. Anschließend werden ihre Oberflächen schneller abgekühlt als der innere Bereich.
Dadurch entsteht im fertigen Glas eine charakteristische Spannungsverteilung, die das Verhalten der Scheibe gegenüber normalem, nicht vorgespanntem Glas verändert.
Zuschnitt, notwendige Ausschnitte oder Bohrungen müssen grundsätzlich vor dem thermischen Vorspannen der Scheibe erfolgen.
Eine fertig vorgespannte ESG-Scheibe sollte nicht wie normales Glas nachträglich zugeschnitten oder gebohrt werden.Bei SMART und DELUXE Maßanfertigungen werden die Glaselemente individuell in Breite und Höhe gefertigt.
Die erforderlichen Abmessungen müssen daher vor der Herstellung des ESG feststehen. Nach Abschluss des Vorspannprozesses ist die Glasscheibe in ihrer endgültigen Form hergestellt.
Das unterscheidet den Umgang mit fertigem ESG deutlich von gewöhnlichem, nicht vorgespanntem Glas.
Bei SMART und DELUXE ist 10 mm ESG Bestandteil des jeweiligen Schiebewandsystems. Entscheidend ist dabei nicht die Glasstärke allein, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten.
Glas, Führung, Lauftechnik und Schienen bilden gemeinsam das Glasschiebewandsystem.Eine Glasschiebewand besteht nicht allein aus Glas. Die Scheiben werden innerhalb eines Systems aus Oberführung, Unterschiene und Lauftechnik bewegt.
Deshalb sollte die Glasstärke immer zusammen mit dem dafür vorgesehenen Schiebewandsystem betrachtet werden.
Die Glasstärke beschreibt zunächst die Dicke der einzelnen ESG-Scheibe. Für die Funktion einer Glasschiebewand ist jedoch das gesamte System entscheidend.
Die Glasscheibe muss zu den vorgesehenen Führungen, Profilen und Laufkomponenten passen. Deshalb sollte eine Glasschiebewand immer entsprechend der vorgesehenen Systemausführung aufgebaut werden.
Bei SMART und DELUXE ermöglicht 10 mm ESG die typische Ganzglas-Optik innerhalb der dafür vorgesehenen Schiebewandsysteme.
Das Glas wird innerhalb der dafür vorgesehenen Führungs- und Laufkomponenten eingesetzt.
Die einzelnen Glasscheiben bilden gemeinsam die für Glasschiebewände typische transparente Front.
Jedes Glaselement bewegt sich innerhalb der vorgesehenen Spur und Lauftechnik des jeweiligen Systems.
Im Bruchfall besitzt ESG ein anderes Bruchbild als gewöhnliches, nicht vorgespanntes Glas.
Zwei Glasscheiben mit gleicher Stärke können in völlig unterschiedlichen Konstruktionen eingesetzt werden. Für die Beurteilung einer Glasschiebewand müssen deshalb auch Schienen, Führungen, Lauftechnik und die gesamte Einbausituation berücksichtigt werden.
Beide Glasschiebewandsysteme werden mit 10 mm ESG ausgeführt. Die Unterschiede zwischen SMART und DELUXE liegen deshalb nicht einfach in einer unterschiedlichen Glasstärke, sondern vor allem im jeweiligen System und den verfügbaren Ausstattungen.
SMART & DELUXE vergleichen →Für Auswahl, Montage und Nutzung sollten Glas und Systemkomponenten deshalb immer gemeinsam betrachtet werden.
Glas ist nicht gleich Glas. Aufbau, Herstellung und insbesondere das Verhalten im Bruchfall unterscheiden sich deutlich.
Für Glasschiebewände von TerraWin verwenden SMART und DELUXE 10 mm ESG.Der wichtigste Unterschied lässt sich bereits am Aufbau und am Verhalten einer beschädigten Scheibe erkennen.
Floatglas ist eine einzelne Glasscheibe, die in dieser Form nicht thermisch vorgespannt ist.
ESG besteht ebenfalls aus einer einzelnen Glasscheibe. Der entscheidende Unterschied ist die thermische Vorspannung.
VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die über eine Zwischenschicht miteinander verbunden sind.
Das Bruchverhalten macht den konstruktiven Unterschied zwischen den Glasarten besonders anschaulich.
Nicht vorgespanntes Glas kann bei Bruch größere und scharfkantige Glasfragmente bilden.
Durch die Vorspannung zerfällt ESG typischerweise in eine große Anzahl kleiner Glasstücke.
Bei VSG hält die Zwischenschicht viele der gebrochenen Glasstücke am Verbund.
ESG erreicht seine charakteristischen Eigenschaften durch die thermische Vorspannung einer einzelnen Glasscheibe.
VSG erreicht sein charakteristisches Bruchverhalten dagegen durch den Verbund mehrerer Schichten.
Deshalb sollten ESG und VSG nicht als austauschbare Begriffe verwendet werden.Eine Glasart ist deshalb nicht grundsätzlich „besser“ als die andere. Entscheidend sind Anwendung, Konstruktion und die Anforderungen des jeweiligen Systems.
Bei beiden TerraWin Glasschiebewandsystemen wird 10 mm Einscheibensicherheitsglas innerhalb des jeweiligen Schienen- und Führungssystems eingesetzt.
Genau daraus ergeben sich die unterschiedlichen Aufbauten und das unterschiedliche Verhalten im Bruchfall.
Sowohl SMART als auch DELUXE werden mit 10 mm Einscheibensicherheitsglas ausgeführt. Der Unterschied liegt deshalb nicht in der Glasstärke, sondern im jeweiligen Schiebe- und Profilsystem.
Standard oder Maßanfertigung: Das 10 mm ESG ist jeweils Bestandteil des kompletten Glasschiebewandsystems.SMART und DELUXE nutzen dieselbe Glasstärke, kombinieren diese jedoch mit unterschiedlichen Schienen, Spurenzahlen und Ausstattungsmöglichkeiten.
SMART kombiniert 10 mm ESG mit einem Schiebewandsystem von 2 bis 6 Spuren. Das System ist als Standardausführung und als Maßanfertigung erhältlich.
DELUXE kombiniert 10 mm ESG mit einem Schiebewandsystem von 3 bis 7 Spuren und bietet zusätzliche Möglichkeiten bei Farbe und Ausstattung.
Bei beiden Systemen kann eine Maßanfertigung passend zur gewünschten Einbausituation gefertigt werden.
Die Glaselemente werden bei SMART und DELUXE sowohl in Breite als auch in Höhe individuell gefertigt.Die Glasstärke ist bei SMART und DELUXE identisch. Die Unterschiede entstehen durch das jeweilige System.
Die Entscheidung zwischen Standard und Maßanfertigung betrifft die benötigten Abmessungen – nicht die grundsätzliche Glasstärke von 10 mm ESG.
Vergleichen Sie die beiden Systeme anhand von Spurenzahl, Farben, Ausstattung und Ihrer Einbausituation.
Beide Systeme verwenden 10 mm ESG. Entscheidend sind Systemaufbau, Spurenzahl, Ausstattung und die gewünschte Ausführung.
ESG ist Sicherheitsglas – bleibt aber Glas. Besonders die Glaskanten sollten bei Transport, Zwischenlagerung und Montage sorgfältig vor harten Kontakten und Beschädigungen geschützt werden.
Eine saubere Handhabung schützt Scheibe, Kanten und das gesamte Schiebewandsystem.Die Glasscheiben sollten bis zur Montage geschützt behandelt und sicher abgestellt werden.
Stellen Sie die Glasscheiben nicht ungeschützt mit der Glaskante auf einen harten Untergrund. Verwenden Sie eine geeignete, saubere und ausreichend weiche Auflage.
Die Scheiben sollten aufrecht und sicher gegen Verrutschen oder Umkippen gelagert beziehungsweise transportiert werden.
Direkter Kontakt mit harten Materialien und Schläge gegen die Glaskante sollten vermieden werden.
Eine saubere Auflage schützt die Glaskante während Transport, Zwischenlagerung und Montage.
Die Glasscheiben werden in das dafür vorgesehene SMART- oder DELUXE-System eingesetzt. Schienen, Führungen und Laufkomponenten sollten entsprechend der jeweiligen Montageanleitung montiert und ausgerichtet werden.
Vermeiden Sie konstruktive Situationen, in denen harte Bauteile punktuell gegen die Glasscheibe oder Glaskante drücken.Zuschnitt und notwendige Bearbeitungen erfolgen vor dem thermischen Vorspannen. Die fertige ESG-Scheibe ist deshalb bereits in ihrer vorgesehenen Form hergestellt.
Bei einer gebrochenen ESG-Scheibe lässt sich die Ursache nicht allein aus der Tatsache ableiten, dass die Scheibe plötzlich zerfallen ist.
Stöße oder Beschädigungen an der Kante können für Glas besonders kritisch sein.
Punktuelle Kontakte oder unerwünschte Spannungen aus der Einbausituation können Glas zusätzlich belasten.
Auch äußere mechanische Einwirkungen können zum Bruch einer Glasscheibe führen.
Starke Temperaturunterschiede innerhalb einer Glasfläche können Spannungen im Glas erzeugen.
Ja. Bei thermisch vorgespanntem Glas kann in seltenen Fällen ein Bruch auftreten, ohne dass unmittelbar eine äußere Ursache erkennbar ist.
Eine mögliche Ursache können mikroskopisch kleine Nickelsulfid-Einschlüsse (NiS) im Glas sein.
Ein plötzliches Zerbrechen beweist jedoch nicht automatisch, dass ein NiS-Einschluss die Ursache war.Für eine belastbare Beurteilung müssen mögliche Einflüsse wie Glaskante, Einbausituation, mechanische Belastung und das Bruchzentrum berücksichtigt werden. Ein NiS-Einschluss lässt sich nicht allein aufgrund des überraschenden Bruchs sicher feststellen.
Eine zerbrochene Scheibe sollte zunächst als Gefahrenbereich behandelt werden. Dokumentieren Sie anschließend die Einbausituation möglichst vollständig.
Je besser die Einbausituation dokumentiert ist, desto leichter können mögliche Ursachen eingegrenzt werden.
Senden Sie uns bei einer besonderen Einbausituation oder einem Glasproblem am besten Fotos und eine kurze Beschreibung.
Sorgfältige Handhabung, geeignete Auflagen und eine korrekte Systemmontage sind deshalb vom Transport bis zur fertigen Schiebewand wichtig.
Zum Abschluss beantworten wir die wichtigsten Fragen zu 10 mm ESG, Glasschiebewänden, Maßanfertigung und dem Unterschied zwischen SMART und DELUXE.
Danach können Sie direkt das passende TerraWin System auswählen.Diese fünf Punkte reichen aus, um das Glas der TerraWin Schiebewandsysteme einzuordnen.
10 mm ESG ist bei SMART und DELUXE nicht isoliert zu betrachten. Erst zusammen mit Profilen, Führung, Lauftechnik und Schienen entsteht die komplette Glasschiebewand.
Bei SMART und DELUXE können die Glaselemente bei einer Maßanfertigung individuell in Breite und Höhe gefertigt werden.
Entscheiden Sie zuerst zwischen SMART und DELUXE und anschließend zwischen Standardausführung und Maßanfertigung.
Vergleichen Sie Spurenzahl, Profilfarben, Ausstattung und Systemdetails direkt miteinander.
Bei Fragen zu Ihrer Einbausituation, zur Systemwahl oder zu den Glaselementen können Sie uns direkt kontaktieren.
SMART oder DELUXE, Standard oder individuell nach Maß – wählen Sie jetzt das System, das zu Ihrer Einbausituation passt.